Der historisch-naturwissenschaftliche Ausflug beginnt in Finalborgo und führt über die Via della Regina (strada Beretta). Bald erreicht man das mächtige Castel San Giovanni (17. Jh.), in dem sich der antike mittelalterliche Turm befindet, an dem die Mauern des Borgo zusammengefügt waren. Auf der Weiterfahrt durch die mediterrane Macchia tauchen an einer Stelle die malerischen Ruinen der antiken Residenz der Markgrafen auf, das Castel Gavone aus der Renaissance, mit dem prächtigen Torre dei Diamanti, der sich durch eine sehr raffinierte Quaderung aus Finale-Stein auszeichnet. Auf dem weiteren Weg wird die mediterrane Macchia von Terrassen (fasce) mit Olivenhainen abgelöst: Wir befinden uns nun in der Nähe des kleinen Dorfkerns von Perti. Hier, in der Nähe der Kirche S. Eusebio, wurde die Grabinschrift des kleinen Lucius (362) gefunden, eines der ältesten datierten Zeugnisse für die Verbreitung des Christentums in Norditalien. Ein Stück weiter zeugt die Kirche Nostra Signora di Loreto oder der fünf Glockentürme (1488) vom kulturellen Austausch mit den großen Mailänder Herrschern Visconti und Sforza; es handelt sich um eine wertvolle Episode der Renaissance-Architektur, die in gewisser Weise an die Portinari-Kapelle in Mailand erinnert. Auf dem Rückweg nach Finalborgo geht es hinunter ins Aquila-Tal, vorbei an kleinen ländlichen Siedlungen in einer reizvollen Landschaft. Ein ganztägiges Programm kann mit einem Besuch in Finalborgo kombiniert werden.
